Beim Ausbau von Geh- und Radwegen müssen verschiedene Anforderung bewertet werden, im Fall des Ausbaus des Niedwegs wäre es zwar für Radfahrer durchaus wünschenswert gewesen diesen zu asphaltieren, allerdings sprachen ökologische Kriterien dagegen und natürlich wären die Kosten von über 200.000 Euro in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden. Der Weg wird jetzt auf unseren Antrag hin ökologisch vertretbar und kostengünstig instandgesetzt und ist dann für Fußgänger und Radfahrer gut nutzbar.

Wir setzen und für eine Unterführung des Geh- und Radwegs am „Münchner Kreisel“ und am „Haarer Kreisel" ein. Eine Fördermöglichkeit im Rahmen des „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ ist dringend zu prüfen. Die Radwegführung zwischen Maibaum und dem Terrassenhochhaus muss dringend optimiert werden, es sollte möglich sein ohne Wechsel der Straßenseite mit dem Rad in Richtung Waldperlach und zurückzukommen.

Die historische Verbindung zwischen Putzbrunn und Grasbrunn, der Kirchweg, wurde im Zuge des Autobahnbaus vor 40 Jahren unterbrochen. In wenigen Jahren wird die Autobahn ausgebaut und damit bietet sich vielleicht eine einmalige Chance das zu korrigieren. Für die Instandsetzung der Verbindung wäre kein Grunderwerb notwendig, da die Grundstücke immer noch im Besitz der Gemeinden sind und der Weg auch größtenteils noch vorhanden ist. Unser Vorschlag beinhaltet eine Unterführung unter der Umgehungsstraße und unter der Autobahn. Für Radfahrer und Fußgänger wäre das die kürzeste Verbindung nach Grasbrunn, die gleichzeitig eine Führung entlang von Hauptstraßen vermeidet.

Ob dieser Vorschlag beim Ausbau der Autobahn berücksichtigt werden kann, lässt sich erst sagen, wenn ein Kontakt der Gemeinde zur Autobahndirektion besteht. Deshalb hat die FWG Putzbrunn beantragt, einen Vertreter der Autobahndirektion einzuladen, um Informationen über den Stand der Planungen zu bekommen.

Der öffentliche Nahverkehr in Putzbrunn wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Seit Dezember 2019 befindet sich Putzbrunn in der M-Zone, was für unsere Bürgerinnen und Bürger eine deutliche finanzielle Entlastung darstellt. Im nächsten Jahr soll die Expressbuslinie X203 von Deisenhofen über Hohenbrunn, Putzbrunn und Haar nach Heimstetten eröffnet werden.

Zusätzliche Verbindungen und weitere Angebote wie etwa eine Nachtbuslinie werden wir bei Bedarf unterstützen, das beste Argument dafür ist natürlich eine intensive Nutzung des ÖPNV durch die Putzbrunner Bevölkerung.

Die Verkehrssicherheit für Jung & Alt muss weiter verbessert werden, z.B. wäre es sinnvoll die Schaltung der bestehenden Ampelanlage beim Maibaum zu optimieren. Besonders ortskundige Autofahrer wissen, dass man als Linksabbieger in Richtung Waldkolonie, bei einer schnellen Reaktion noch vor dem vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr über die Kreuzung kommt. Des Öfteren kommt es im weiteren Verlauf zu gefährlichen Situationen an der Fußgängerampel beim Maibaum. Besonders Kindern und älteren Personen wird dann der Vorrang genommen. Auch wird die Ampel in der Straßenmitte regelmäßig umgefahren.

Generell würde es schon reichen, den Linksabbiegern den Vorsprung zu nehmen, d.h. die Ampel in Richtung Norden wenige Sekunden später als die Ampel in Richtung Süden auf grün zu schalten, um diese Gefahrensituation zu entschärfen. Ein zusätzliches gelbes Blinklicht könnte die Linksabbieger außerdem auf die querenden Fußgänger hinweisen.

Die Verkehrssicherheit für Jung & Alt muss weiter verbessert werden, z. B. ist die Verkehrsführung im Bereich Vogelkirschweg – Neubiberger Straße/Tannenstraße ist stark verbesserungswürdig, inbesondere besteht eine Gefährdung durch Autofahrer, die mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort ein- oder ausfahren.

Abhilfe könnte eine Ampellösung an der Neubiberger Straße/Tannenstraße haben, hier handelt es sich zwar um eine überörtliche Straße, die Kreisstraße M22, allerdings wurde erst vor kurzem im weiteren Verlauf der M22 in Ottobrunn bei der Grundschule an der Lenbachallee eine neue Ampelanlage in Betrieb genommen. Wir werden uns für eine Bedarfsampelanlage einsetzen, um insbesondere Kindern den Schulweg sicherer zu machen.

Zum Thema Verkehrsentlastung in Putzbrunn hat die FWG einen konkreten Vorschlag, den Autobahnanschluss beim Gewerbegebiet-Ost. In wenigen Jahren wird die Autobahn 8-streifig ausgebaut. Sollte sich im Gemeinderat und in Absprache mit unseren Nachbargemeinden eine Mehrheit für diesen Vorschlag finden, könnte man damit die Staatstraße 2079 direkt an die A99 anbinden, was Putzbrunn erheblich entlasten könnte. Wenn man Aufwand und Nutzen betrachtet, würde ein Autobahnanschluss gegenüber dem ca. 2 km langen dritten Teilstück der Umgehungsstraße zu einen deutlich geringeren Flächenverbrauch führen.

Ob dieser Vorschlag beim Ausbau der Autobahn berücksichtigt werden kann, lässt sich erst sagen, wenn ein Kontakt der Gemeinde zur Autobahndirektion besteht. Deshalb hat die FWG Putzbrunn beantragt, zeitnah einen Vertreter der Autobahndirektion einzuladen, um Informationen über den Stand der Planungen zu bekommen.

Zu erwähnen ist bei diesem Thema, dass der Autobahnanschluss ursprünglich bereits im Jahr 2003 von der Gemeinde Putzbrunn befürwortet wurde. Im Jahr 2005 war Autobahndirektion Südbayern bereits in der Detailplanung, für die Gemeinde wurden damals Kosten von voraussichtlich 225.000 Euro veranschlagt. Im Jahr 2006 gab es jedoch einen Kurswechsel und die Mehrheit des Gemeinderats war nun der Meinung den Autobahnanschluss doch nicht mehr zu wollen und hat Ihre Zustimmung zurückgezogen. Die Planungen wurden daraufhin eingestellt.