30.09.2020
Bericht aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 29.09.2020

In der Sitzung des Gemeinderats am 29.09.2020 wurde beschlossen die Überwachung des fließenden Verkehrs vorerst weiterzuführen. Insbesondere im Bereich der Grundschule und in der Münchner Straße bei der Bushaltestelle Brennerei gab es einige deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen. Es wird weiterhin jährlich berichtet, sollten sich die Tempoverstöße weiter verringen, wird auch die Anzahl der Messungen reduziert.

Weniger Einigkeit gab es in der Frage ob zukünftig auch die Überwachung des ruhenden Verkehrs beauftragt werden soll. Der Antrag zukünftig auch Parkraumüberwachung durchzuführen, kam von der CSU und war ursprünglich dazu gedacht Probleme durch Dauerparker am Niedweg, Bürgerhaus und Florianseck in den Griff zu bekommen.

Auch wir haben ins unserer Fraktion intensiv über das Thema diskutiert und sind zur Erkenntnis gekommen, dass wir eine Parkraumüberwachung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht als notwendig erachten, unsere Hauptüberlegung war dabei folgende:

Am Bürgerhausparkplatz dürfen durch eine neue Beschilderung nur noch PKWs parken, was überwiegend auch der Fall ist, hier hat sich die Lage deutlich entspannt.

Auch am Niedweg dürfen nur noch PKWs parken, hier sind aber auch vereinzelt Wohnmobile und Anhänger abgestellt.

Am Florianseck gibt es eine Beschränkung für Kraftfahrzeuge über 3,5 t, kleinere Wohnmobile (solange sie zugelassen sind) und Anhänger (maximal 14 Tage) dürfen hier abgestellt werden.

Wenn jetzt am Niedweg konsequent kontrolliert wird, weichen Wohnmobile und Anhänger auf das Florianseck aus. Wird dann dort die Beschilderung angepasst und auch kontrolliert, dann werden Wohnmobile und Anhänger als nächstes vermutlich in den Anwohnerstraßen abgestellt, so dass man auch dort eine neue Beschilderung anbringen und entsprechend kontrollieren müsste. So löst man das Problem nicht sondern verlagert es nur. Irgendwann ist dann in Putzbrunn alles reglementiert und der Schilderwald wird immer größer.

Natürlich gibt es auch Parkverstöße, die nicht tolerierbar sind, z.B. Parken in Feuerwehrzufahrten, aber sowas kann auch jetzt schon durch die Verwaltung oder durch Privatpersonen direkt bei der Polizei gemeldet werden.

Nach der Devise leben und leben lassen, haben deshalb gegen die Parkraumüberwachung gestimmt, wie übrigens auch die GPP-Fraktion und ein Vertreter der SPD. Somit wurde mit der äußerst knappen Mehrheit von 10:9 entschieden. dass es zukünftig auch in Putzbrunn "Knöllchen" geben wird.

Weitere Informationen zur Sitzung finden Sie im Ratsinfosystem der Gemeinde Putzbrunn (externer Link)